Ein paar Minuten verspätet sich Leander Haußmann zu unserem Gespräch, aber er hat Steffen Sünkel, seinen freundlichen Dramaturgen, vorausgeschickt, mit dem wir mit kundiger Ratlosigkeit über den zurückliegenden Volksbühnenkongress und die verfahrene Situation, in der das Theater steckt, tratschen. Der kommissarische Intendant Klaus Dörr hat Leander Haußmann für den Notspielplan ab Oktober für eine Eigenproduktion verpflichtet, darüber wurde auf dem Kongress die Nase gerümpft. Ist das etwa die neue Volksbühne? Werden mit dieser Arbeit Richtungsentscheidungen getroffen, ohne dass basisdemokratische Plena befragt oder Fachgremien zurate gezogen wurden?

Andererseits meckert es von der anderen Seite, dass Dörrs Notspielplan nicht als der große Wurf bezeichnet werden könne, der dem ästhetischen und politischen Anspruch der Volksbühne gerecht werde. Wie auch? Dörr hatte ein paar Wochen Zeit und muss die finanziellen Lücken aus den begrenzten Rücklagen der Volksbühne füllen.

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