BerlinDie Autorin Jana Hensel (*1976) und die Sozialwissenschaftlerin Naika Foroutan (*1971) haben einen Gesprächsband veröffentlicht, der als Gegenentwurf zu jenem von Martin Suter und Benjamin von Stuckrad-Barre gelesen werden kann. Während die beiden Männer sich in dem Buch „Alle sind so ernst geworden“ den Zeichen der Zeit schulterzuckend entgegenstellen, machen die beiden Frauen gar nicht erst den Versuch, der Gegenwart mit Ironie zu entkommen. In dem Buch „Die Gesellschaft der Anderen“ blicken sie auf 30 Jahre deutsche Zeitgeschichte, die geprägt ist von einer dominanten Westerzählung. Ihr Gespräch ist angetrieben von der Grundanalyse, dass sich das neue Deutschland nicht begreifen lässt, wenn man die Erzählung nicht um migrantische und ostdeutsche Perspektiven erweitert. 

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