Milo Rau hat sich verspätet, die Probe dauerte etwas länger, dann kam in Reinickendorf die U-Bahn nicht, und schließlich rief unterwegs auch noch ein Mitarbeiter an und wollte dringend etwas wissen, das nicht so schnell zu klären war. Aber jetzt ist er in die Pizzeria in Charlottenburg gehastet, in der wir verabredet sind, und lacht tatendurstig. Trotz einiger Jahre in Berlin und Köln hat er sich seinen Schweizer Akzent, leicht abgeschliffen, bewahrt. Der Kellner kommt, und Milo Rau hätte gern Fisch, doch es gibt keinen. Auch eine kleine Vorspeisenplatte wäre ihm recht, die wird jedoch nicht angeboten. Er bleibt gelassen und entscheidet sich einfach für einen Salat mit Thunfisch. „Gute Wahl“, sagt der Kellner und bringt schon mal frisches Brot.

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