Eigentlich hat sich der US-amerikanische Wahlkampf genau so abgespielt, wie es der britische Soziologe Colin Crouch in seinem Buch „Postdemokratie“ bereits 2004 beschrieben hat. Politikberater und Parteistrategen haben die Agenda bestimmt, haben ihr Publikum mit einem riesigen Spektakel aus allerlei Themen beschäftigt, E-Mail-Servern, Grabschereien und dergleichen mehr. Andere, zumal politische, Themen hatten keine Chance mehr, Gehör zu finden. Dazu gehört vor allem die Frage, wie die Gesellschaft mit der zunehmende Ungleichverteilung von Einkommen und Reichtümern umgehen soll, findet der britische Soziologe Colin Crouch.

Herr Crouch, Donald Trump hat wider Erwarten gewonnen. Das Gefühl der Ohnmacht und eine Verdrossenheit gegenüber der „institutionellen Politik“ hat auch in den USA zugenommen, und es schwindet das Vertrauen in die repräsentative Demokratie. Unterstreicht das Ihre These von der Postdemokratie?

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