Ein Steinrelief am rumänischen Flussufer der Donau im Banater Gebirge, einer Landschaft mit Geschichte.
Foto: imago stock & people/Werner Otto

Hannes ist als junger Pfarrer an den westlichen Rand Rumäniens versetzt worden, ins Banat. In seiner Kirche spricht man meistens Deutsch. Auch Slowenisch versteht man in dem Dorf, wo dieser Roman seinen Anfang nimmt, und wo er endet. „Die Unschärfe der Welt“ heißt er; auch auf diesem Flecken Erde spielen sich die üblichen Weltendinge ab, Geburt und Tod, Liebe und Verrat. Welt heißt aber auch: Iris Wolff erzählt an den Rändern der politischen Systeme entlang und überschreitet diese.

„Es gab das Grau des Himmels. Den Fluss und die Weiden. Die weite Ebene und die Einsamkeit. Es gab den Rand und die Mitte. Das Ja und das Nein. Die Ungewissheit. Und doch, dachte Florentine, lässt dich diese Landschaft, wie du bist.“ So schreibt Iris Wolff, 1977 in Hermannstadt, Siebenbürgen, geboren, in einer Gegend mit einem großen Anteil deutscher Bewohner. Sie kennt die Landschaft und die Bedingungen, unter denen die Menschen dort lebten. Die Handlungszeit beginnt kurz nach der Trennung der Beatles, also in den 1970er-Jahren. Die Musik kommt auf einer Langspielplatte wie ein Gruß aus der Fremde in das Dorf.

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