BerlinDie Vorwürfe sind umfangreich: In einem Aufmacher im Feuilleton der Süddeutschen Zeitung vom Freitag legt der Autor Uwe Ritzer den Verdacht nahe, die Stadt Chemnitz habe sich den Titel als „Kulturhauptstadt Europas 2025“ mit fragwürdigen Mitteln erschlichen. Im Oktober entschied eine internationale Jury über die Kulturhauptstadt Europas 2025. Chemnitz wurde ausgewählt und konnte sich gegen die Mitbewerber Dresden, Gera, Hannover, Hildesheim, Magdeburg, Nürnberg und Zittau durchsetzen.

In dem Text heißt es, dass die Vergabe intransparent vollzogen worden sei. „Nach Recherchen der Süddeutschen Zeitung agiert dabei bis in die Jury hinein ein internationales Friends-and-Family-Netzwerk, dessen Machenschaften an Organisationen wie IOC oder Fifa erinnern.“ Die SZ kritisiert Seilschaften zwischen der Jury und gut verdienenden Experten, die auch von der Stadt Chemnitz gebucht worden seien und über unlautere Verbindungen zu Jurymitgliedern verfügten. Die Zeitung spricht von „geradezu grotesken Interessenskonflikten“. 

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