Berlin - Im Jahre 2018, so schildert es der französische Philosoph Pascal Bruckner in seinem soeben erschienenen Essay „Ein nahezu perfekter Täter“, reichten zwei amerikanische Akademiker bei der Zeitschrift Sociology of Race and Ethnicity einen Aufsatz ein, der aus Versatzstücken von Hitlers „Mein Kampf“ bestand. Lediglich das Wort Jude sei darin durch das Wort Weißer ersetzt worden. Der Essay sei von der Zeitschrift zwar abgelehnt worden, habe aber das ausdrückliche Lob mehrerer Wissenschaftler erhalten, die ihn für bare Münze nahmen. Einer lobte: „Dieser Artikel hat das Potenzial, ein wichtiger und einzigartiger Beitrag für Forschungsliteratur zu werden, die sich mit den Mechanismen der Bewahrung weißer Vorherrschaft beschäftigt.“ Hitler als willkommener Ratgeber für die aktuellen identitätspolitischen Positionskämpfe?

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