Jean-Louis Lebris de Kérouac, kurz Jack Kerouac, geboren am 12. März 1922 in Lowell, Massachusetts, gehört zu so weltberühmten Autoren wie Joyce, Grass, Nabokov, aus deren umfangreichem Werk ein Titel herausragt, der alle anderen in den Schatten stellt. Das mag manchmal ungerecht sein, ist aber so. Kerouacs Hit „On the Road“ gehört zu den bekanntesten und meistgelesenen Büchern des 20. Jahrhunderts. Seit 2010 haben wir eine neue Übersetzung (von Ulrich Blumenbach), die sich nicht nur durch ein handfestes, vitales, ausgesucht umgangssprachliches Deutsch auszeichnet, sondern auch dadurch, dass es die ungekürzte, unlektorierte Urfassung ist, die sogar auf Englisch erst 2007 erschien. Die alte Übersetzung (unter dem Titel „Unterwegs“ weiterhin lieferbar) ist in dieser Version gar nicht wiederzuerkennen, die Urfassung ist ein einziger Monolog, ein Wörterschwall ohne Absätze, aber doch keine Bleiwüste, sondern eher ein Bleistrom. Sie entstand im April 1951, in 20 Tagen auf Endlospapier getippt. Hier kommt Kerouac jener Forderung ziemlich nah, die er 1959 in der „Evergreen Review“ aufstellte: „Komponiere wild, undiszipliniert, rein! Schreibe, was aus den Tiefen deines Innern aufsteigt! Je verrückter, desto besser!“

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