Der Theaterregisseur Jan Bosse.
Foto: Berliner Zeitung/Carsten Koall

BerlinObwohl wir nun schon Monate Zeit hatten, uns mit Corona und den Folgen zu beschäftigen, scheinen die Unklarheiten mitzuwachsen. Es ist geboten, sich Sorgen zu machen. Der nächste Lockdown droht, Existenzgrundlagen lösen sich auf, Menschen leiden und sterben – die Pandemie ist eine Katastrophe mit einem langen, vernichtenden Atem. Ist es zynisch, die Krise auch als Chance begreifen und ihr künstlerisch gar etwas abgewinnen zu wollen? Wir sprachen mit dem Berliner Theaterregisseur Jan Bosse über die falsche Bescheidenheit und den nötigen Aufbruch der Kulturszene, über pragmatische Lösungen beim „Spuckberuf“ des Bühnenschauspielers, über die symbolische und katalytische Kraft des Virus, über Betriebsroutinen und die neu erlebte Kostbarkeit des Theaters.  

Berliner Zeitung: Herr Bosse, wir alle haben irgendwann die ersten Nachrichten über das Virus mitbekommen und kaum wurde einem klar, dass das etwas Ernstes ist, war auch schon der Lockdown da. Wie war das bei Ihnen?

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