„Ich setze meinen rigorosen Optimismus dagegen.“ Dieser Satz gilt bei Anna Depenbusch, wann immer das Leben sich querstellt.
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Berlin - Im bodenlang schwingenden Kleid läuft Anna Depenbusch eine breite Treppe hinauf, streift die Pumps ab, betritt den leeren Meistersaal mit Sakral-Akustik, formt ein paar helle Vokale wie aus dem Himmel gefallen – und strahlt. Dann setzt sie sich an den Flügel und singt ihr Album „Echtzeit“ ein. So kann man es sich auf YouTube ansehen. Sie wird keine Pause machen, bevor sie ihre elf Songs nicht in Echtzeit eingesungen hat, unterbrochen nur für den Moment, in dem der erste Vinylmitschnitt endet. Dort kann man die Platte später umdrehen. Sofort wird klar, was den Erfolg dieser Sängerin ausmacht – die Magie ihrer Stimme. Die ist von kristalliner Klarheit und trotzdem voller Wärme, in ihren Chansons wird jeder Buchstabe hörbar, sie bringt selbst finale Konsonanten zum Schweben. Und nichts an dieser Poesie wirkt artifiziell. Unter Anna Depenbusch kann man sich eine Erscheinung wie die Eisvogelfrau aus ihrem ersten Titel vorstellen, „glitzernd und heller leuchtend als jeder Scheinwerferschein“. Im Interview erzählt die Künstlerin von ihrer Deutschlandtournee, die am Tag eins endete, von ihrer Liebe zur Quantenphysik, ihren geplünderten Konten und warum sie es sich – nur der Kunst verpflichtet – bei allem immer richtig schwer macht.

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