In Großbritannien wurde im vergangenen Jahr der Roman „Saltwater“ der jungen Jessica Andrews vor allem dafür gefeiert, dass er erzählt werde von einer selbstbewussten Stimme aus der Arbeiterklasse. In Interviews hat Andrews die starken autobiografischen Anteile nicht bestritten: das Aufwachsen im nordostenglischen Sunderland in einer Familie, die gerade so über die Runden kam; der taube, jähzornige Bruder; das Studium in London und Jobben als Kellnerin; nach dem Uni-Abschluss der Umzug ins irische Donegal, als die Ich-Erzählerin/die Autorin von ihrem Großvater ein Cottage am Rand der Welt erbt. Sie kommt zur Ruhe, schreibt mit Mitte zwanzig das Buch, das auf Deutsch in einer feinen Übersetzung Anke Caroline Burgers unter dem Titel „Und jetzt bin ich hier“ erschienen ist. Trotz aller offensichtlichen Parallelen zu ihrer Biografie verweist Jessica Andrews im Interview auf die gestalterische Freiheit im Detail, die ihr das Label „Roman“ gegeben habe.

Die Kapitel funktionieren wie das Gedächtnis

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