Tom Cruise soll zur Internationalen Raumstation fliegen.
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Tom Cruise, 58, setzt seine hochfliegenden Pläne um. Im Mai verkündete der Schauspieler, er werde in einem gemeinsamen Projekt mit der amerikanischen Weltraumbehörde Nasa zur Internationalen Raumstation ISS fliegen, um dort einen Film zu drehen; die Reise dorthin solle in einem „Crew Dragon“-Raumtransporter von Elon Musks Firma SpaceX stattfinden. Das war offenbar nicht als PR-Gag des ja als stuntfreudig bekannten Cruise gemeint. Jetzt wurde bekannt, dass er bereits einen festen Termin für seine Weltraumfahrt hat: Im Oktober 2021 soll der Hollywoodstar – zusammen mit dem Regisseur Doug Liman – losfliegen. Das legt ein Tweet der Space Shuttle Almanac nahe, die Organisation veröffentlichte eine Liste der geplanten Flüge.

Auf der Liste werden Cruise und Liman als Touristen aufgeführt, Pilot ist der Nasa- und Space-Shuttle-Veteran Michael Lopez-Alegria – ein vierter Platz ist bislang noch leer. Ob man sich darauf noch bewerben kann, wurde nicht bekannt. Eine PR-Aktion bleibt das Ganze dennoch. Bereits im Mai hatte der Nasa Chef Jim Bridenstine getwittert: „Die Nasa freut sich, mit @TomCruise an einem Film an Bord der @Space_Station zu arbeiten!“ Und erklärt weiter: „Wir brauchen populäre Medien, um eine neue Generation von Ingenieuren und Wissenschaftlern zu inspirieren, die ehrgeizigen Pläne der Nasa Wirklichkeit werden zu lassen.“ Elon Musk kommentierte damals Bridenstines Mitteilung auf Twitter, das Projekt verspreche „ein großer Spaß“ zu werden.

Franziska van Almsick, 42, kümmert sich um ganz irdische Belange. Nach Überzeugung der früheren Weltklasseschwimmerin hat jedes Kind das Recht auf Schwimmunterricht. „Ich gehe sogar so weit, dass ich sage, ich empfinde Schwimmenlernen als Grundrecht eines Kindes.“ Ein bisschen PR muss sein: Van Almsick stellte am Dienstag in der Wasserwelt „Rulantica“ im badischen Rust ihr Bilderbuch „Paul und Paulina – Baderegeln leicht gemacht“ vor, das Kindern helfen soll, sich im Schwimmbad richtig zu verhalten. Und bei der Gelegenheit kam es zu ihrem energischen Vorschlag. „Jedes Kind muss die Möglichkeit haben, Schwimmen zu lernen.“ Aus ihrer Sicht ist es auch ein Fehler, erst in der dritten Klasse mit dem Schwimmunterricht zu beginnen.

Franziska van Almsick stellte Erlebnisbad „Rulantica“ ihr neues Buch vor, einen Schwimmbad-Knigge: „Grundrecht auf Schwimmunterricht.“
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Probleme mit dem Schwimmunterricht in Schulen seien heute auch zu große Klassen oder zu weite Entfernungen zu Schwimmbädern. „Das kann eigentlich gar nicht funktionieren“, so van Almsick weiter. Die Politik müsse festlegen, ab welcher Klasse Schwimmunterricht angeboten werde. Vielen Eltern mangele es an Weitblick. Manche bekämen es nicht einmal hin, ihr Kind mit Frühstück in die Schule zu schicken. Die Corona-Pandemie verschärfe die Situation noch. „Seit März bieten Schulklassen keinen Schwimmunterricht mehr an. Das wird eine Katastrophe.“ – Die Berlinerin van Almsick gewann in ihrer Karriere zehn Olympia-Medaillen, zwei WM- und 18 EM-Titel. Sie stellte 6 Weltrekorde auf. Heute lebt sie in Heidelberg und setzt sich mit ihrer Stiftung dafür ein, dass Grundschulkinder das Schwimmen lernen.

Cathy Hummels, 32, berichtet von einer persönlichen Katastrophe. Die Influencerin und Ehefrau von Fußballstar Mats Hummels  litt nach eigenen Angaben immer wieder an Depressionen. Das schreibt sie in ihrem Buch „Mein Umweg zum Glück“, das an diesem Donnerstag erscheint. „Ich war antriebslos, konnte an nichts mehr Freude finden, war traurig und weinte sehr viel. Ohne dass es einen konkreten Grund für diese Traurigkeit gegeben hätte, sie war einfach da“, schreibt Hummels in der Biografie. „Ich hatte mein Lachen verloren.“ In dem Buch schreibt sie auch darüber, wie schwer es ihr gefallen sei, die heftige Kritik an ihrer Kolumne für die Bild-Zeitung wegzustecken. „Die Öffentlichkeit trat mich damals mit Füßen“, heißt es in dem Buch.

Cathy Hummels, Influencerin und Moderatorin: „Ich hatte mein Lachen verloren.“
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Hummels, heute Mutter des kleinen Ludwig, war nach eigenen Angaben in Behandlung – auch mit Medikamenten – und habe „mittlerweile keine Angst mehr, dass die Depression erneut ausbricht, denn ich weiß genau, was ich tun oder unterlassen muss, um glücklich zu sein und zu bleiben“. Hummels geriet zuletzt in die Schlagzeilen, weil sie sich wegen angeblicher Schleichwerbung auf ihren Instagram-Account vor Gericht verantworten musste. Sie gewann den Prozess vor dem Oberlandesgericht München. Ob der Rechtsstreit mit dem Urteil tatsächlich vom Tisch ist, ist allerdings unklar. Das Oberlandesgericht ließ die Revision zum Bundesgerichtshof zu – auch weil andere Gerichte in ähnlich gelagerten Fällen anders entschieden haben.