Die Karlshorster Nachbarschaft, in der der einstige Verlagslektor und Übersetzer Joachim Meinert wohnt, erscheint einem wohltuend still, wenn man aus der Innenstadt anreist. Er hat sich auf unser Gespräch vorbereitet. Auf dem Tisch in seinem Arbeitszimmer liegen Bücher des italienischen Autors und KZ-Überlebenden Primo Levi, die mit Lesezeichen markiert sind. Mehrmals wird er wichtige Stellen daraus vorlesen. Denn im Interview spricht er darüber, wie das Komitee der Antifaschistischen Widerstandskämpfer verhinderte, dass Primo Levis Hauptwerk in der DDR erschien.