Berlin - Ernestine Ernst berichtet aus Israel: „Deutschland war meine Heimat, ich war patriotisch bis zu dem Punkt, dass ich zuerst deutsch und dann erst jüdisch war…“. Nach der Bücherverbrennung auf dem Bebelplatz hatte sie begriffen, dass sie ihre geliebte Stadt verlassen musste, obwohl sie den Rest ihrer Familie nicht von der Dringlichkeit überzeugen konnte. Berlin, in dem doch die Nazis später Fuß fassen konnten als im Rest von Deutschland: Berlin, das 1936 „noch wie ein Wunder für uns“ war, wie sich Margot Fichtenbaum in Buenos Aires erinnert, nach der Übersiedlung aus dem viel nazifreundlicheren Ostpreußen. „Es war zwar verboten, in den Anlagen auf den Bänken zu sitzen … Die Berliner jüd. Gemeinde hatte zu dieser Zeit aber noch ihren jüdischen Kulturverein, Kino, Kaffees.“

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