Berlin - Als wir das Stadtbad Mitte betreten, fährt mir der typische Hallenbadgeruch in die Glieder. Und sofort ist die Euphorie da, die ich empfinde, wenn ich weiß, dass ich gleich ins Wasser kann. Dass das nicht gehen wird, hat mir eine Sprecherin der Bäderbetriebe zwar schon gesagt, denn es herrscht Betriebsverbot in den Berliner Bädern. Selbst das Schulschwimmen findet nicht mehr statt, seit auf Homeschooling umgestellt worden ist. Ich habe aber meinen Badeanzug trotzdem mitgebracht. Für alle Fälle. Manchmal verändern sich die Dinge, wenn man erst mal da ist, wenn man miteinander spricht. Und ich bin nicht die Einzige, die sich Hoffnungen gemacht hat.

Verabredet bin ich mit John von Düffel, einem Experten in Sachen Wasser und Schwimmen. Es sind seine Lebensthemen. Er schreibt Essays und Feuilletons, die in den Büchern „Vom Wasser“, „Schwimmen“ oder  „Wasser und andere Welten“ versammelt sind. Letzteres erscheint aktualisiert im Februar. Er hat Romane über das Wasser geschrieben. Von ihm stammen so wahre Sätze wie: „Fast alle Probleme im Leben lassen sich durch Schwimmen lösen. Das ist den meisten Menschen nicht klar. Einige versuchen es mit Alkohol, obwohl die Alkohollöslichkeit der meisten Probleme umstritten ist. Die Wasserlöslichkeit vieler Lebensfragen hingegen ist unumstritten, wenn auch sehr wenig bekannt. Sonst hätten die Schwimmbäder durchgehend geöffnet.“ Wer schwimmt und liest, kennt John von Düffel.

Lesen oder hören Sie doch weiter.

Erhalten Sie unbegrenzt Zugang zu allen Online-Artikeln der Berliner Zeitung inkl. Audio für nur 9,99 € im Monatsabo.

Jetzt abonnieren

Sie haben bereits ein Abo? Melden Sie sich an.

Doch lieber Print? Hier geht’s zum Abo Shop.