„Teilweise hat der WDR die Auskunft verweigert, soweit der Auskunft datenschutzrechtliche Belange entgegenstanden“, teilte der WDR mit. Andere Auskünfte habe der Sender dem Journalisten Marvin Oppong nun zugesandt. Oppong sagte, er habe die Informationen am Mittwoch noch nicht erhalten. Eine neuerliche Beschwerde gegen den Bescheid schloss er nicht aus.

Der freie Journalist hatte dem WDR im Jahr 2006 eine Liste mit 47 Unternehmen zukommen lassen und gefragt, mit welchen dieser Firmen der WDR Geschäfte gemacht habe. Damit wollte Oppong herausfinden, ob der WDR Unternehmen beauftragte, für die Mitglieder des Rundfunkrates arbeiteten. Der WDR hatte sich geweigert, diese Auskünfte zu erteilen. Er berief sich zunächst unter anderem auf mögliche Wettbewerbsnachteile, weil Oppong ein Vertreter der konkurrierenden Presse sei. Außerdem argumentierte der Sender, er müsse seine Rundfunkfreiheit wahren.

Oppong klagte, nach einem jahrelangen Rechtsstreit bekam er schließlich Ende Juni 2013 durch eine Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts recht. (epd)