Über Jahre konnte der Journalist Claas Relotius Geschichten fälschen oder frei erfinden, ohne dass es jemandem auffiel. Ganz im Gegenteil wurde er mit Preisen überhäuft und stieg zum Starreporter des Spiegel auf. Vergangenen Herbst jedoch fielen seinem Kollegen Juan Moreno Ungereimtheiten in einer gemeinsamen Reportage auf. Gegen Widerstände im eigenen Haus ging er der Sache nach – und deckte den größten Skandal in der Geschichte des Magazins auf. Er wurde als Held gefeiert. Heute sagt er, er hätte auf all das gern verzichtet. Im Interview mit der Berliner Zeitung spricht er über seine Enthüllungen und darüber, wie es Claas Relotius heute geht.
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