Ein verwunschener Ort könnte so aussehen, aber es ist ein Hotel. Das Parkett knarrt mit tiefem Ton, der Aufzug rumpelt, als würde er Wackersteine transportieren. Auf einem Tischchen steht ein grünes Telefon mit Wählscheibe. Die Schriftstellerin Judith Kuckart lehnt am Klavier im Frühstückraum und liest laut. Abgesehen davon, dass wir alle an Tischen mit Kaffeetassen und Messern sitzen, könnte es eine ganz normale Buchvorstellung sein. Kuckart führt in ihren Roman „Wünsche“, stellt ihre Heldin Vera vor, die an einem Silvestertag die Kleidung und die Tasche einer fremden sommersprossigen Frau aus dem Schwimmbad-Spind nimmt und in London unter fremdem Namen ein neues Leben beginnt.

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