Achtzehn Monate nur wollte Werner Michael Blumenthal das Jüdische Museum führen, als er 1997 den Posten, ein Ehrenamt, übernahm. Ein kurzes Abenteuer am Ende eines erfolgreichen Lebens. Dachte er. Nun sind es fast genauso viele Jahre wie einst Monate geworden. In dieser Zeit hat W. Michael Blumenthal das Haus in der Lindenstraße zu einer Institution geformt, die weit über Deutschland hinaus bekannt ist. Das Haus ist zu einem Magneten für geschichtsinteressierte Besucher geworden und zugleich aus dem kulturellen Selbstverständnis Berlins nicht mehr wegzudenken.

Nun, im Alter von 88 Jahren, hat Blumenthal den Mann gefunden, für den er gerne den Direktorenstuhl räumen will. „Ich war fest entschlossen auszuharren, bis ich sicher sein konnte, dass die Nachfolge in bestmögliche Hände kommt“, sagte Blumenthal am Donnerstag bei der Vorstellung seines Nachfolgers, des vielfach ausgezeichneten Judaisten Peter Schäfer, der das Amt zum 1. September übernehmen wird. Dann wird er 71 Jahre alt sein, wie Blumenthal als er anfing.

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