Berlin - Die Komische Oper an der Behrenstraße ist nicht nur ein Ort großer Musiktheatergeschichte, sie hat auch den einzigen Opernsaal, der in Berlin aus der Kaiserzeit bis heute gerettet werden konnte: Im Wesentlichen zeigt er noch den spritzig-heiteren Neorokoko der Wiener Theaterarchitekten Fellner & Hellner von 1891. Jetzt sollen dieser Saal, das Treppenhaus und das 1967 nach Plänen von Kunz Nierade entstandene, klar modernistische Foyer sowie der Verwaltungsbau an der Straße Unter den Linden, so entschied am Dienstag eine Jury, nach den Plänen des Aachener Büros kadawittfeldarchitektur mit einem Anbau an der Glinkastraße konkurrenzfähig gehalten werden.

Seit den 90er-Jahren wird darüber debattiert, diese offene Flanke zu ergänzen und dabei die schon lange beengte Oper auch gleich zu ertüchtigen und zu erweitern. Alle Projekte scheiterten, weil sie sich für Investoren nicht lohnten. In den 2010er-Jahren wurde immerhin der Foyerbau nach Plänen von Stephan Braunfels innen erfrischt. Dieser war es dann auch, der 2018 den nach aktuellem Stand vorletzten Wettbewerb massiv kritisierte, auch weil er trotz seiner detaillierten Kenntnis des Gebäudes nicht eingeladen worden war.

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