Ein Maisfeld. Irgendwo darin könnten sich Wildschweine verstecken. 
Foto:  Imago images/ Fritz Rupenkamp

Lesen Sie nicht den Klappentext, wenn Ihnen jemand dieses Buch in die Hand drückt. Lesen Sie einfach los. Und lassen Sie sich nicht davon abschrecken, dass es in einem Boxstall beginnt. Leon, aus dessen Perspektive der Roman „Zeit der Wildschweine“ erzählt ist, beherrscht den Boxsport ebenso wenig wie sein Widerpart Janko. Anfangs beäugen die beiden einander nur, wollen sich aus der Deckung holen – „,Was?‘, fragte ich. ,Was was?‘, entgegnete er“ –, versuchen herauszufinden, wie der jeweils andere tickt.

Leons Stimme klingt da ein bisschen großmäulig, die Sätze schaukeln wie die Schritte eines abgehalfterten Stuntmans oder alten Cowboys im Film. Kai Wieland gibt mit Zitaten zu erkennen, dass er einer seiner beiden Figuren eine konkrete Rolle zuordnen möchte: Brad Pitt als Tyler Durden in „Fight Club“ von 1999. Und nein, wer den Film nicht gesehen hat, muss sich nicht ausgeschlossen fühlen. Wichtig ist nur: Es geht um Männlichkeit.

Lesen oder hören Sie doch weiter.

Erhalten Sie unbegrenzten Zugang zu allen B+ Artikeln der Berliner Zeitung inkl. Audio.

1 Monat kostenlos.

Danach 9,99 € im Monatsabo.

Jederzeit im Testzeitraum kündbar.

1 Monat kostenlos testen

Sie haben bereits ein Abo? Melden Sie sich an.

Doch lieber Print? Hier geht’s zum Abo Shop.