Kaija Kutter wirkt nervös, als sie am Dienstagabend auf der Bühne in der Akademie der Künste in Berlin steht. „Ich muss aufpassen, was ich sage“, sagt sie – aufpassen, wenn sie über die Erziehungsmaßnahmen in den Brandenburgischen Haasenburg-Kinderheimen spricht, über die sie gemeinsam mit ihrem Kollegen Kai Schlieter ein Jahr lang recherchiert hat. Katastrophale Zustände haben die beiden aufgedeckt. Jugendliche wurden mit Gurten an ihren Betten festgeschnallt, als Sanktionen wurden ihnen Nahrung und Medikamente verweigert – die Liste lässt sich noch lange fortsetzen. „Mit unserem Material hätten wir mehrere taz-Ausgaben füllen können“, sagt Schlieter.

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