Kanye West: Mit Gottvertrauen das Land retten.
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BerlinZumindest ein paar Monate war Ruhe, aber jetzt langt Kanye West (43) wieder ordentlich zu: Der Rapper tat auf Twitter erneut seine Absicht kund, für die US-Präsidentschaft zu kandidieren. “Wir müssen nun das Versprechen Amerikas erkennen, mit Gottvertrauen, einer einigenden Vision und dem Schaffen einer Zukunft.“ Zu dem Hashtag #2020VISION erklärte West sich, sich für das Amt des Präsidenten zu bewerben.

Ob er tatsächlich noch in diesem Herbst gegen Amtsinhaber Donald Trump, der sich im November um eine Wiederwahl bewirbt, ins Rennen ziehen würde, ließ West allerdings offen. Immerhin könnte er könnte auch die übernächsten Wahlen gemeint haben. Doch egal, sein Tweet führte allerdings schnell zu einer Flut von Reaktionen. „Du hast meine volle Unterstützung!“, schrieb Tesla-Chef Elon Musk in einer Antwort an West.

Seine politischen Ambitionen hat der Ehemann von Reality-Star Kim Kardashian schon häufiger geäußert. 2015 bei den MTV Video Music Awards erklärte er, bei der US-Wahl im Jahr 2020 antreten zu wollen. Vor zwei Jahren sagt er dann in einem Radiointerview, möglicherweise im Jahr 2024 für das Präsidentenamt zu kandidieren. Nach eigener Aussage wollte er als gemäßigter Kandidat antreten.

West irrlichtert durch die politische Landschaft. So gehörte er zu den wenigen populären Künstlern, die Trump öffentlich unterstützten. 2018 traf er Trump im Weißen Haus und trug dabei eine Baseball-Mütze mit dessen Wahlkampf-Slogan „Make America Great Again“. Er sorgte für Irritationen, als er sich einmal als Trump-Fan ausgab und dies später als Witz bezeichnete. Alles viel Lärm um nichts?

Zumindest seine Gottesmission scheint ernst zu nehmen. Der vierfache Vater und Hobbyprediger trat zuletzt vor verschiedenen Gemeinden in auf, in denen er erklärte, von Gott gerettet worden zu ein. Auch hatte er immer wieder sogenannte Sonntagsmessen organisiert – hippe Gute-Laune Veranstaltungen mit Gottesbezug. Und pünktlich zu Weihnachten veröffentlichte er das Gospel-Album „Jesus is King”. Das nötige „Gottvertrauen“ scheint also da zu sein.