Karl Marx war ein gewaltiger Kopf – die Monumente sind bis heute überlebensgroß. Die Dokumentation „Marx und seine Erben“ ist vor Ort, als in China ein 5,50 Meter hohes Marx-Denkmal gebaut wird, das am 5.Mai in seiner Heimatstadt Trier aufgestellt werden soll. Eine Figur mit einer überdimensionierten Marx-Maske läuft im Film „Fetisch Marx“ wie ein Gespenst durch die Citys von London, Brüssel, Trier und Berlin. Im Dokudrama „Karl Marx – Der deutsche Prophet“ trägt Mario Adorf die bärtige Maske des greisen Philosophen. ARD, ZDF, Arte und der SWR zeigen kurz vor dem 200. Marx- Geburtstag eine Reihe von Porträts und Essays. Sie alle arbeiten nicht nur die Biografie des Philosophen auf, sondern fragen nach der Bedeutung seiner Werke für das Heute.

Der mit 90 Minuten längste und aufwendigste Film erklärt Marx zum „deutschen Propheten“. Zu sehen ist Karl Marx zunächst als Großvater und Vater, unter seinem Spitznamen „Mohr“, in seinem letzten Lebensjahr. Im Dokudrama von Peter Hartl (Buch) und Christian Twente (Regie) taucht Mario Adorf als Kurgast in Algier auf, wo er seine gewaltige Mähne fürs Foto stutzen lässt. Später reist er nach Monte Carlo, zu Tochter Jenny in die Nähe von Paris, schließlich zurück nach London, wo er auf seinen Freund und Mäzen Friedrich Engels trifft, der ihn drängt: „Mann Mohr, schreib endlich diesen verdammten Band fertig!“ Gemeint ist das Kapital.

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