Schriftsteller Karl Ove Knausgård.
Foto: imago images/ZUMA

Dass nach dem Riesenerfolg von Knausgårds „Min kamp (Mein Kampf) 1-6“ auch irgendwann sein Debüt von 1998 auf Deutsch erscheinen würde, lag auf der Hand. In diesem Fall aber ist die späte Übersetzung mehr als gerechtfertigt, sie war unumgänglich.

Auch dieser Roman hat viele autobiografische Elemente: die Provinzschule, die Gegend um Kristiansand im Süden, das Porträt vor allem des Vaters – das alles ist dem vertraut, der „Min kamp“ gelesen hat. Das Hauptthema aber und Auslöser der ganzen Gedanken- und Wortflut ist laut Verfasser erfunden. Der Held Henrik Vankel, 26 Jahre und Vertretungslehrer in einem kleinen Ort bei Tromsø in hohen Norden, verliebt sich in eine seiner Schülerinnen. Damit nicht genug – die kleine Miriam ist erst 13. In Schweden, das bei der Coronaabwehr angenehm liberal sein konnte, in Sachen politischer Korrektheit aber keinen Spaß versteht, verursachte das Buch einen Aufschrei. Leider ist der Kunst mit Empörung nicht gedient.

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