Lil Wayne, 38, schlägt sich kurz vor der US-Wahl am 3. November ganz klar auf die Seite des Amtsinhabers, US-Präsident Donald Trump. Dieser kann jede Unterstützung gebrauchen, liegt doch der demokratische Präsidentschaftskandidat Joe Biden in landesweiten Umfragen seit Monaten vor Trump. Da kommt so ein twitternder Trump-Fan auf den letzten Metern gerade recht: „Hatte gerade ein großartiges Treffen mit Donald Trump“, schrieb der Rapper Lil Wayne am Donnerstag (Ortszeit).

Vor drei US-Fahnen posierten der Präsident und der Musiker einträchtig Seite an Seite, die Daumen fürs Foto optimistisch nach oben gerichtet. Trumps Sprecherin Kayleigh McEnany bestätigte, dass ein Treffen in Miami am Rande von Trumps Wahlkampfveranstaltungen im US-Bundesstaat Florida stattgefunden habe.

Trump habe ihnen heute zugehört und Hilfe zugesichert, schrieb Wayne in seinem Tweet. Der Rapper, der mit bürgerlichem Namen Dwayne Michael Carter Jr. heißt und auf Twitter fast 35 Millionen Follower hat, verwies auf Trumps sogenannten „Platin-Plan“. Der Republikaner verspricht darin unter anderem drei Millionen neue Jobs für Afroamerikaner, 500.000 neue Unternehmen von Schwarzen sowie einen besseren Zugang zu Bildung und Ausbildung.

Lil Wayne wuchs selbst in armen Verhältnissen in New Orleans auf. Inzwischen gehört er zu den vermögendsten Rappern der Welt. Als Songwriter („Lollipop“) wurde er mit dem Grammy ausgezeichnet, auch als Labelgründer war Lil Wayne erfolgreich. Er arbeitete im Lauf seiner Karriere mit Eminem, Nicki Minaj, Drake und Kanye West zusammen. Letzterer gilt ebenfalls als mächtiger Trump-Unterstützer, bei diesen Wahlen tritt West allerdings selbst an. Auch wenn er sich keine Chancen ausrechnen kann und es nur in wenigen Staaten überhaupt auf den Wahlzettel schaffte, werden die Stimmen immer lauter, dass hinter der Kandidatur des Rappers letztlich nur eine Wahlkampf-Hilfe für Donald Trump steckt.

Generell hat Trump in der Musikszene nur wenige prominente Fans. Zu ihnen zählen Proll-Rocker Kid Rock, Punk-Pionier John Lydon und Kiss-Mitgründer Ace Frehley. 

Taylor Swift, 30, zählt hingegen nicht zu den Stimmen, auf die Trump jemals hoffen dürfte. Die US-Sängerin hatte bereits vor einigen Wochen dem demokratischen Kandidaten Joe Biden ihre Unterstützung versichert – wie so viele Stars in den Vereinigten Staaten tat sie dies öffentlich und angereichert mit einer ordentlichen Portion Pathos. Sie werde „voller Stolz“ für Biden und dessen Vizekandidatin Kamala Harris stimmen, sagte Swift dem „V Magazine“

Auf Twitter postete Swift ein Foto, auf dem sie einen großen Teller mit Keksen hält, die mit blauem Zuckerguss und der Aufschrift „Biden/Harris/2020“ verziert sind. Früher hatte sich die Pop- und Countrysängerin mit politischen Äußerungen zurückgehalten, doch seit 2018 positioniert sich Swift klar gegen US-Präsident Donald Trump, rechte Umtriebe, Diskriminierung und Rassismus in ihrem Land.

Taylor Swift positioniert sich klar gegen Amtsinhaber Trump.
Foto: Evan Agostini/Invision/AP, File

Amerika brauche einen Präsidenten, der sich für die Anliegen von Minderheiten, Frauen und der LGBT-Gemeinde stark mache und globale Gesundheitsrisiken ernst nehme, sagte Swift dem „V Magazine“. Wie ernst sie selbst das Thema Corona nimmt, zeigt eine jetzt abgehaltene Benefizauktion im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie. Dafür stellte Swift gemeinsam mit ihren Kolleginnen Dolly Parton und Sheryl Crow Instrumente zur Verfügung, die meistbietend versteigert wurden.

Eine Gitarre der 30-Jährigen brachte dabei 40.000 Dollar (etwa 34 000 Euro) ein, teilte das Auktionshaus Christie’s am Donnerstag (Ortszeit) in New York mit. Das Geld soll der gemeinnützigen Organisation ACM Lifting Lives zugute kommen, die zur Academy of Country Music gehört – und sich für hilfsbedürftige Menschen engagiert.

Paul Rudd, 51, zeigt, dass so kurz vor den Wahlen nicht nur politische Positionen, sondern auch ganz basale Dinge wichtig sind. Die Wahlbeteiligung etwa. Und Nervennahrung! Der US-Schauspieler verteilte am Donnerstag vor einem Wahllokal im New Yorker Stadtteil Brooklyn Kekse. Im strömenden Regen gesellte sich der Star aus „Ant Man“ zu den Menschen, die in einer Schlange vor dem Wahllokal anstanden.

Kekse und Ermutigung: Der Schauspieler Paul Rudd.
Foto: Richard Shotwell/Invision/AP/dpa 

Ausgestattet mit Mund-Nasen-Maske dankte Rudd den Leuten, dass sie ihren Beitrag für die Wahl leisteten. Man sollte es Wählern noch einfacher machen und ihnen einen Tag von der Arbeit freigeben, schlug der Schauspieler vor. Er sei froh, dass so viele Menschen früh abstimmen würden. Rudd trug einen Aufkleber an seiner Jacke mit der Aufschrift „I Voted“, er habe gewählt.

Rudd hielt sich vor dem Barclays Center auf, einer Arena in Brooklyn, die bis zur Wahl am 3. November auch zur Stimmabgabe dient. Auf Twitter posteten die Betreiber der Arena Fotos von dem prominenten Besucher. Rudd ist auch ein bekannter Bühnenschauspieler, außerdem ist er als Drehbuchautor und Filmproduzent tätig. 2015 wurde Rudd im Beisein von Michael Douglas mit einem Stern auf dem Hollywood Walk of Fame geehrt.