Vor Annie ist nichts sicher. Das zehnjährige, sommersprossige Mädchen mit dem viel zu großen Schlabber-T-Shirt und dem blonden Zottelhaar schießt Farbpatronen auf Kühe, sticht wild auf Baumstämme ein und terrorisiert gnadenlos die Kinder auf dem Spielplatz. Obwohl Annie einige wirklich unentschuldbare Dinge tut, etwa mit ihrem Baseballschläger die Geburtstagstorte eines behinderten Mädchens zertrümmert, stellt sich beim Zuschauer von „Kid-Thing“, dieser Independent-Kostbarkeit der texanischen Zellner-Brüder, schon bald Erbarmen mit ihr ein.

Annie lebt mutterlos in einem tristen Vorort von Austin auf der Ziegenfarm ihres Vaters, den Nathan Zellner spielt, der auch Produzent und Kameramann des Films ist. Meist hängt der ungelenke, rettungslos vom Alkohol benebelte Mann mit seinem Kumpel ab, der von David Zellner, dem Regisseur und Drehbuchautor von „Kid-Thing“, mit ebenfalls überzeugender Dumpfheit verkörpert wird.

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