In der Welt von King Gizzard and the Lizard Wizard bedeutet dieses Album ein Sakrileg. Es greift nämlich auf eine Idee zurück, die sie schon einmal hatten. So jedenfalls die offizielle Verlautbarung des australischen Sextetts, wonach „K.G.“ die Fortsetzung des 2015 erschienenen „Flying Microtonal Banana“ sei.

Damals bauten sie ihre Songs titelgemäß jenseits der wohltemperierten Ordnung aus mikrotonalen Skalen, die auf kleineren als Halbtonschritten beruhen. Als konzeptuellen Stillstand kann man das jedoch nur empfinden, wenn man den unwahrscheinlichen Bewegungspegel zum Maßstab nimmt, den sie seit ihrem Debüt 2012 halten. Auf ihren nunmehr stattlichen 16 Alben – fünf davon allein von 2017 – haben sie ungefähr jeden bekannten Hippie-Stil seit 1965 gesammelt, durcheinander geworfen und mit allen möglichen Dingen, die ihnen sonst noch über den Weg liefen, geschmückt. So kann man Surfmotive ebenso hören wie Jazz-Entgrenzungen und Blues-artiges oder wie im letzten Jahr finstersten Metal.

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