In Wuhan herrscht Krieg zwischen zwei Motorrad-Gangs.
Foto: Eksystent Distribution

Welch enormen Anteil Motorräder am Verkehrsaufkommen Chinas haben, davon macht man sich im Westen kein rechtes Bild. Nachrichtenbilder und urbane Kinotableaus der Städte vermitteln nur annähernd einen Eindruck ihrer tatsächlichen Verbreitung. Diao Yinans neuer Film „Der See der wilden Gänse“ korrigiert diese Wahrnehmung nun nachdrücklich.

Selbst in einer mittleren Stadt wie Wuhan sind sie so massenhaft im Gebrauch, dass ihr Raub mittlerweile zum Hauptgeschäft der dortigen Unterwelt geworden ist. Die Gewinnmargen sind so groß, dass erbittert um jede einzelne Straße gekämpft wird. „Der See der wilden Gänse“ ist keine zehn Minuten alt, als bereits ein blutiger Revierstreit zwischen verfeindeten Gangs entbrennt. Schon vor dem Ausbruch von Covid-19, das suggeriert der Film, war die Stadt ein einziges Inferno. Dabei ist dieses Gemetzel erst der Auftakt des Verhängnisses.

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