Während die Medienhelden des vergangenen Jahrhunderts zusehends in Vergessenheit geraten – welches Kind kennt heute noch Charlie Chaplin? –, erweist sich ausgerechnet ein Romanheld der vorletzten Jahrhundertwende als unsterblich. Nicht, dass Sherlock-Holmes-Geschichten noch weithin gelesen würden. Aber etwas an diesem Detektiv ist nicht totzukriegen, wie schon sein Erfinder erleben musste. Was tat Sir Arthur Conan Doyle nicht alles, um seine Schöpfung wieder loszuwerden? Erst forderte er von seinem Verleger ein absurd hohes Honorar von tausend Pfund für ein paar Geschichten – das man ihm anstandslos zahlte. Dann ließ er seinen Helden dramatisch in den Schweizerischen Reichenbachfällen sterben – und beugte sich dann dem Ruf nach einer Wiederbelebung. So wurde der Detektiv aus der Baker Street nicht nur im Kriminalgenre zum Vorbild für allen erdenklichen Sherlock Humbug. Serien-Autoren können sich bis heute auf ihn berufen, wenn sie tote Serien-Helden auferstehen lassen.

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