Berlin - Es erinnert ein wenig an die Kinder-Quizshow „1, 2 oder 3“, mit diesen grünen und gelben Flächen, auf denen die Kandidaten in der Berliner Kulturbrauerei stehen. Ein Unterschied ist jedoch, dass es in dieser Sendung kein Richtig oder Falsch gibt. In der Debatten-Reihe „13 Fragen“ wollen die Journalisten Salwa Houmsi und Jo Schück über aktuelle Themen diskutieren – mit Menschen, die unterschiedliche Meinungen haben. 

In einer der neuen Folgen, die gerade abgedreht wurden und ab Sonntag acht Wochen lang im TV-Programm von ZDFneo zu sehen sein werden, wird so etwa das bedingungslose Grundeinkommen behandelt. Schück hat hierfür sechs Gäste eingeladen, von denen jeweils drei dafür oder dagegen argumentieren sollen. Der Moderator stellt ihnen dazu Fragen und führt so durch die Diskussionsrunde. Die einen stehen dabei auf der grünen Fläche, die anderen auf der gelben.

Dynamik auf dem Bildschirm

Unter ihnen ist Michael Bohmeyer, Gründer von Mein Grundeinkommen e.V., und Ulrike Herrmann, Wirtschaftsredakteurin der taz. Die beiden verstehen sich kaum und doch haben sie gen Ende die Aufgabe, sich irgendwie auch anzunähern. Stimmt der eine dem anderen zu, darf er auf seiner Fläche nach vorne gehen. Ist dem nicht so, geht es einen Schritt zurück. So ist gut zu beobachten, wie sich die Anwesenden nicht nur inhaltlich entgegenkommen können. Eine 30-minütige Talk-Show mit Bewegung, die über das sonst übliche Händeschütteln und Sofakissenrücken hinaus geht. Das bringt Leichtigkeit in die politischen Themen und Dynamik auf dem Bildschirm. 

„13 Fragen“ ist in der ZDF-Mediathek zu sehen sowie auf YouTube. Ab dem 20. Juni wird die Sendung immer sonntags um 23.15 Uhr auf ZDFneo ausgestrahlt. In den kommenden Folgen wird unter anderem über Rassismus, Sterbehilfe und Wohnungsnot gesprochen.