Eine junge Frau auf dem Rollfeld in Tempelhof, sie läuft und läuft. Ihre Flucht wird begleitet von Gedankenspielen, Erinnerungen und Träumen, die als Texte und Animationen über ihre Figur gelegt werden. Es wird bald klar, dass sie vor sich selbst davonläuft. Und dass sie nur durch ein Innehalten zurückfinden kann zu ihrem Kern.

In den knapp neun Minuten ihres Films „Achill“ (2012) entwirft Gudrun Krebitz einen ganzen erzählerischen Kosmos, und sie tut dies mit einer weiten Bandbreite gestalterischer Mittel: einer sich ständig verändernden Collage aus Handzeichnungen, Schriftzeilen, Fotografien und Stop-Motion-Bewegungen, durchwoben von einem dichten Klangteppich (Marian Mentrup). Das an Metaphern reiche Selbstporträt läuft jetzt im Rahmen des Kurzfilmprogramms „Gegenwelten und Ersatzrealitäten – Animierte Fluchten aus Österreich“ innerhalb der monatlich stattfindenden Reihe „f wie frei“.  Veranstalter ist das Österreichische Kulturforum Berlin (eine Entsprechung zu unseren Goethe-Instituten), mit der inhaltlichen Ausgestaltung wurde die Kuratorin Marie Ketzscher beauftragt. „Achill“ steht neben weiteren neun Arbeiten, die zwischen 1970 und heute entstanden sind.

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