„Parasiten“ – Wenn Verbrecherjäger in den Fokus rücken

Ein Film über deutsch-deutschen Schmuggel dokumentierte unerwünscht genau die Überwachungsstrategien der Sicherheitsbehörden. Das fiel aber zu spät auf.

Filmfoto aus „12 Uhr mittags kommt der Boß“
Filmfoto aus „12 Uhr mittags kommt der Boß“DEFA-Stiftung/Klaus Gorch, Horst Blümel

Mitte der 1960er-Jahre denkt der Weimarer Autor Wolfgang Held über einen Film mit dem Arbeitstitel „Parasiten“ nach. Sein Thema ist der Goldschmuggel über die deutsch-deutsche Grenze: Uhren, Ringe, Armbänder und Feuerzeuge werden illegal von Ost nach West geschleust. Die Transitautobahn zwischen West-Berlin und der Bundesrepublik als Ort heimlicher Verabredungen; manipulierte Fahrzeuge als Transportmittel. Die Defa hat freilich keinen Thriller westlichen Zuschnitts im Sinn. Sie plant vielmehr, den Stoff als eine Art populärwissenschaftlichen Aufklärungsfilm über die Arbeit der Volkspolizei zu nutzen.

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