Berlin - Es geht los! Am 3. Juni um zehn Uhr sollten Filmbegeisterte vor dem Rechner sitzen: Dann beginnt der Berlinale-Vorverkauf. Von der Festival-Webseite wird man zu den Webseiten der 16 Freiluft-Kinos geleitet, die sich an dieser besonderen Berlinale vom 9. bis zum 20. Juni beteiligen.

Das sind neben den üblichen Verdächtigen wie den Freiluftkinos Hasenheide, Rehberge oder Friedrichshain und Kreuzberg auch Orte wie das Arte Sommerkino im Schloss Charlottenburg, wo man vor Schlosskulisse mit einem Getränk in der Hand Kino in einem Liegestuhl erleben kann. Oder das Atelier Gardens-Freiluftkino direkt am Tempelhofer Feld, wo sich der große Garten der Berliner Union-Film-Ateliers in ein Kino verwandelt. Und dann das eigens für die Berlinale eingerichtete Freiluftkino am glanzvollsten Ort, den Berlin zu bieten hat: die Museumsinsel. Hier wird das Sommer-Festival am 9. Juni mit dem Thriller „The Mauritanian“ von Kevin Macdonald feierlich eröffnet. Der Film basiert auf dem Guantanamo-Tagebuch von Mohamedou Ould Slahi. Hier werden die Bären überreicht, vergeben wurden sie ja bereits im März am Ende des Branchen-Events. Hier wird am 13. Juni Radu Judes Siegerfilm „Bad Luck Banging or Loony Porn“ gezeigt. Er selbst kommt natürlich auch.

Entspannen sollte man sich auch bei der Filmwahl. Klar wollen alle die tollen Berlin-Filme sehen: „Fabian oder Der Gang vor die Hunde“ mit Tom Schilling oder „Nebenan“ von und mit Daniel Brühl als Wessi-Arsch. Aber die kommen nur ein paar Wochen später ins Kino. Lieber einen Film wählen, den man vielleicht sonst gar nicht zu Gesicht bekommt. Den zauberhaften „Vi-Taste“ aus Vietnam etwa, der einen in eine reale Welt der Armut führt, die doch wie eine Traumwelt wirkt. Und unbedingt: „Per Lucio“, der nicht nur eine Hommage an einen großen Liedermacher Lucio Dalla ist, sondern eine Reise in die Vergangenheit Italiens, die auch mit der Deutschlands verbunden ist. Es wird schön!