Nach entsprechenden Gerüchten hat die Berlinale dem Branchenmagazin Blickpunkt:Film am Freitagnachmittag bestätigt, dass der European Film Market (EFM) in diesem Jahr nur digital stattfinden wird. Die 72. Berlinale selbst soll nach aktuellem Stand aber weiterhin ab 10. Februar als Präsenzfestival stattfinden. 

Blickpunkt:Film erhielt folgendes Statement: „Wir verfolgen die Entwicklung der Pandemie sehr genau und Priorität bleibt die Sicherheit unserer Gäste, des Publikums und unserer Mitarbeiter*innen. Das Festival verfolgt weiterhin die Option eines Präsenzfestivals in enger Absprache mit dem Berliner Senat und der BKM. Wir überprüfen nun im Detail, welche Anpassungen die neuen Beschlüsse der Bund-Länder-Konferenz erfordern. Für den European Film Market der Berlinale haben wir nun jedoch das Online-Format entschieden“, sagt die Berlinale-Leitung.

Ob es dabei bleibt, hängt von der Entwicklung der Infektionszahlen ab. Dieser Tage haben etwa die Veranstalter des Sundance-Filmfestivals im US-Bundesstaat Utah wegen hoher Omikron-Infektionen die Hybrid-Veranstaltung zu einer reinen Online-Version umgeplant. Das Festival findet vom 28. Januar bis zum 3. Februar statt. Auch das Rotterdam-Filmfestival vom 26. Januar bis zum 6. Februar wird nur virtuell stattfinden.

Der European Film Market (EFM) findet normalerweise als wichtiges Branchentreffen auf der Berlinale im Gropius-Bau statt. Er ist der wirtschaftliche Teil des Festivals, hier kaufen Verleiher Filmrechte. Im vergangenen Jahr konnte er coronabedingt zum ersten Mal nur digital stattfinden.