Berlin - Es war abzusehen, nun hat es die Berlinale selbst mitgeteilt: Die Sommer-Berlinale vom 9. bis zum 20. Juni 2021 ist in Gefahr. „Die Einschränkungen durch das neu verabschiedete Infektionsschutzgesetz, die so genannte Bundesnotbremse, machen die Planbarkeit des Berlinale Summer Special nun noch herausfordernder“, heißt es in der Mitteilung am Mittwoch. Denn jeder Öffnungsschritt ist an Inzidenzwerte geknüpft. Die endgültige Entscheidung fällt Anfang Mai. So viel Vorlauf braucht das Festival, zu dem ja auch internationale Gäste kommen sollten, etwa die Preisträger. 

Dass die Berlinale-Filme in Kinos gezeigt werden, also in geschlossenen Räumen, davon habe sich die Berlinale-Leitung schon verabschiedet, sagt Frauke Greiner, die Sprecherin des Festivals. Das ließe sich so kurzfristig nicht organisieren. Die einzige noch verbleibende Option ist eine Open-Air-Berlinale. Die Bedingung: Die Inzidenzzahlen müssen unter 100 fallen. Die Open-Air-Variante im Juni bedeutet aber auch, dass wesentlich weniger Filmvorführungen stattfinden können, als eigentlich geplant. Der Grund: Es wird im Juni erst spät dunkel. Deshalb versucht die Berlinale über die bekannten Freilichtkinos wie Rehberge oder Friedrichshain hinaus jetzt Orte zu finden, die bisher nicht für Open-Air-Kinovorführungen genutzt wurden. Eine Art Pop-up-Open-Air-Kinos, wie Frauke Greiner es nennt.

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