Er ist kein Schneider, sagt Leonard mehr als einmal. Beim ersten Mal stutzt man als Zuschauer genauso wie sein Gegenüber. Was ist er dann? Die Männer, die hier im Chicago der 1950er-Jahre in sein Geschäft kommen, wo er mit Schere, Kreide, Nadel und Faden agiert, wollen nicht nur eingekleidet werden. Sie nutzen seinen Briefkasten hinter dem Arbeitstisch für Post ihrer mafiaartigen Vereinigung, der „Familie“. Leonard, vor zehn Jahren aus England in die USA gekommen, sagt nach einer Kunstpause, er sei Maßschneider – etwas ganz anderes. Seine Stimme ist von Anfang an präsent. Mit ruhiger Stimme, in sorgsam gewählten Worten hört man eine lange Rede Leonards über sein Handwerk aus dem Off.

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