Als Sheila Woolchapel das rote Kleid erblickt, ist es um sie geschehen. Im Rahmen des Schlussverkaufs, den das wie aus der Zeit gefallene Warenhaus gerade veranstaltet, ist es zudem ziemlich günstig. Letzte Bedenken werden von der puppenartig aufgemachten Verkäuferin mit der gedrechselten Rhetorik zerstreut. Das Kleid sendet ein erotisches Signal aus und ist genau das, was eine Frau um die Fünfzig braucht, die kürzlich von ihrem Mann verlassen wurde und sich mit einem heranwachsenden Rüpel von einem Sohn herumschlagen muss. Doch das Kleid, es bringt Sheila kein Glück, seine blutrote Farbe hätte ihr Warnung sein sollen. Hinterher ist man ja immer schlauer.

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