Berlin - Vor einem Jahr haben Filmbegeisterte das Ukrainische Filmfestival gegründet. 2020 konnte es coronabedingt nur digital stattfinden, dieses Jahr gibt es vom 7. bis zum 10. Oktober auch Vorführungen in verschiedenen Berliner Kinos, die einen Überblick über das Filmschaffen des Landes ermöglichen. Zu sehen ist etwa „Bad Roads“ von Natalia Vorozhbit, ein Film über das Leben in einem vom Krieg zerrissenen Land, der Film beruht auf ihrem Kammerspiel, das in Berlin im Deutschen Theater zu sehen war. Die in Kiew geborene Regisseurin erzählt vier Geschichten, die alle in der Donbass-Region angesiedelt sind, dort, wo es schwer ist, zwischen Gut und Böse zu unterscheiden und es keine richtige Antwort auf die Frage gibt, wie man sich verhalten soll. Egal, was man tut, es wird immer jemand verletzt. Es ist schockierend, wie schnell eine zunächst harmlos wirkende Szene in Gewalttätigkeit kippt. Der Krieg versehrt nicht nur Körper, sondern auch die Psyche. Die Menschen vertrauen einander nicht mehr.

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