Ende Dezember 1954 hat Manfred von Brauchitsch die Nase voll vom Westen. Über Nacht flieht der ehemalige Rennfahrer, Sieger auf dem Nürburgring und in Monaco, in den Osten. Wegen „Vorbereitung zu Hochverrat, Geheimbündelei und Staatsgefährdung“ hatte er im Jahr zuvor acht Monate in Haft verbracht, auf die drohende erneute Inhaftierung kann er verzichten. Der Staatsschutz hat ihn im Visier, weil er sich in Sachen deutsch-deutscher Kooperation zu sehr aus dem Fenster lehnt; sein „Komitee zur Einheit und Freiheit im deutschen Sport“ gilt als Trojanisches Pferd der DDR-Politik. Und seine Autobiografie „Kampf um Meter und Sekunden“ ist im Ostberliner Verlag der Nation erschienen.

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