Es ist eine kleine Sensation: 1983, 13 Jahre nach seiner französischen Erstveröffentlichung, erscheint Michel Tourniers „Der Erlkönig“ auch in der DDR. Lange war vom Aufbau-Verlag um dieses Buch gerungen worden. Ein Indiz dafür ist das 40-seitige Nachwort von Lektor Joachim Meinert, das sich wie eine Streitschrift für den Roman liest: eine Analyse der literarischen Bauprinzipien, „von Verführung und Erliegen, von Augenöffnen und Verderben, von Naturwesen und entfremdeten Menschen“. Ein Text auch, der Tourniers Quellenuniversum von der Genesis bis zu Sigmund Freud offenlegt.

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