Der Wind zerrt an dürren Bäumen, die Hitze flirrt über Ufergewässern. Felwine Sarr, Ökonom, Autor und Philosoph, geht mit Begleitern an der senegalesischen Küste entlang. Innerhalb von drei Jahren verschlang das Meer hier zwanzig Meter Land, die vorgelagerten Inseln drohen zu verschwinden. Folgen der Klimaveränderung, deren Hauptverursacher Tausende von Kilometern entfernt leben? Afrikas Anteil an der weltweiten Emission von Treibhausgasen, sagt Sarr, betrage nur vier Prozent. Beim Weitergehen teilt er die Welt in ein „wir“ und ein „sie“. „Sie“ – das sind die Industrienationen, China und USA inbegriffen. „Wir“, das ist der afrikanische Kontinent. „Sie können so nicht weitermachen“, sagt er. „In diesem Jahrhundert wird sich alles ändern. Wenn sie sich nicht ändern wollen, ändert sich die Welt ohne sie.“ Aber Sarr geht es nicht um eine Umkehrung der Machtverhältnisse, sondern um die Frage: „Wie schaffen wir ein ‚Wir‘ mit Menschen, die das nicht wollen?“

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