Der Tod ist immer für die anderen, heißt es. Nun aber ist Jean-Paul Belmondo gestorben, der Frankreich verkörperte, also die ganze Nation. So formulierten es jedenfalls seine Kollegen. Alt ist „Bébel“, so das Kosewort für diesen Star, geworden, 88 Jahre, und das entgegen mancher Erwartung – schließlich machte er oft seine eigenen riskanten Stunts, etwa in „Abenteuer in Rio“.

Jean-Paul Belmondo, das war der Boxertyp und „Teufelskerl“ – so der Titel eines seiner Filme –, der Abenteurer, Komödiant, jugendliche Liebhaber und Gangster. Er war der Mann, der Jean-Luc Godard erfunden hat und viele andere Regisseure, sagte einer, der es wissen musste, der Regisseur Claude Lelouch. Man sieht „Bébel“ noch einmal vor sich: die schiefe Sattelnase, der sehr breite Mund mit dem noch breiteren, dabei sehr charmanten Lächeln und die Tränensäcke, das durchgeschwitzte Hemd und die ungezogen zwischen den Lippen hängende Zigarette. Was für ein Charisma!

Lesen oder hören Sie doch weiter.

Erhalten Sie unbegrenzten Zugang zu allen B+ Artikeln der Berliner Zeitung inkl. Audio.

1 Monat kostenlos.

Danach 9,99 € im Monatsabo.

Jederzeit im Testzeitraum kündbar.

1 Monat kostenlos testen

Sie haben bereits ein Abo? Melden Sie sich an.

Doch lieber Print? Hier geht’s zum Abo Shop.