Berlin - Der einzelne Mensch und sein Verhältnis zu den Zeitläuften – dieses Thema hat Tamara Trampe interessiert. Sie forschte ihm etwa in ihrem Dokumentarfilm „Der schwarze Kasten“ aus dem Jahr 1992 nach, der auf einem Gespräch mit einem ehemaligen Oberstleutnant der Stasi beruht. Tamara Trampe versuchte zusammen mit ihrem Ko-Regisseur und Lebenspartner, dem Kameramann Johann Feindt, der Sozialisation dieses Mannes, seiner Kindheit, den Wurzeln seines Denkens nahezukommen. Und sie stellt sich den Rechtfertigungen eines Menschen entgegen, der an der Hochschule des  Geheimdienstes „Operative Psychologie“ lehrte, die als Basis der Stasi-Verhörmethoden diente. Es ist ein Film, bei dem sich das manifestiert, was Trampe in einem Interview einmal als ihre vielleicht einzige Begabung bezeichnete: dass sie Menschen öffnen kann. Ihre einzige Begabung war es ganz sicher nicht, aber vielleicht ihre größte.

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