Wie kann das Zusammenleben gelingen? Wenn man immer anständig ist? Doreen, von den Eltern liebevoll Dorle genannt, hat das so gelernt und ist völlig verstört, als die neue Freundin sie zum Klauen verführen will. Die, geschminkt und hochpreisig gekleidet, wohnt auf dem schicken Nachbargrundstück in dem Ort, wohin Dorles Familie gerade gezogen ist. In der Stadt konnten sie nicht bleiben, ein kurzer Blick in die alte Straße lässt ein Sanierungsgebiet erkennen. Bilder der Gegenwart zeigt „Die Saat“ von Mia Maariel Meyer, vorgestellt in der Reihe Perspektive Deutsches Kino, Bilder vom Kapitalismus.

Die Regisseurin hat das Drehbuch zusammen mit Hanno Koffler geschrieben, der auch die Hauptrolle des Rainer Matschek spielt, einen hochanständigen Mann. Er möchte seiner Frau, die wieder schwanger ist, und der Tochter ein schönes Heim schaffen, doch noch ist an dem Haus viel zu tun. Man sieht sie einmal vergnügt im Chaos, als alle drei aus einem Wasserleitungs-Unfall in der Küche eine kleine Schwammschlacht machen. Sie schaffen das, suggeriert die Szene.

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