Die Sorge ums Kino ist ein fester Bestandteil der langen Geschichte des Bewegtbildmediums. In Hans-Christoph Blumenbergs Film „1000 Augen“ schlüpfte Regiekollege Wim Wenders 1984 eigens in die Rolle eines Videokassetten-Verächters und entfernte die Werke geschätzter Kollegen kurzerhand aus dem Regal. „Es gibt Filme“, so murmelte der prominente Dieb, „die muss man da rausholen.“ Es war eine Art ironischer Protest gegen die aufkommende Konkurrenz des Heimkinos aus der Konserve. Wenders und Co. rebellierten nicht nur gegen den drohenden Auszug des Films aus dem Kinosaal, ihre Einwände richteten sich vor allem auch gegen die miserable Qualität komprimierter Verbreitungsformen. Das Versprechen des wahren Filmerlebnisses, so ihr Credo, kann allein vor großer Leinwand eingelöst werden.

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