Berlin - Wenn ein Film, dessen Dreharbeiten vor über fünfzig Jahren stattfanden, erst jetzt zum guten Ende kommt, ist das ein bemerkenswerter Vorgang. Wenn das Drehbuch auch noch von Christa und Gerhard Wolf stammt, darf das Ganze erst recht ein besonderes Ereignis genannt werden. „Fräulein Schmetterling“ wurde nach dem 11. Plenum des Zentralkomitees der SED verboten. Eine vom Regisseur hergestellte Rohfassung, die Anfang 1966 vorlag und die anschließend im Staatlichen Filmarchiv der DDR eingebunkert worden war, ging im Zuge der Wendewirren verloren. Aus den Restmaterialien wurde vor fast zwanzig Jahren eine Dokumentation der erhaltenen Einstellungen zusammengefügt – ausschließlich für wissenschaftliche Zwecke. Jetzt entschloss sich die Defa-Stiftung, diese Überlieferungen noch einmal zu prüfen, ob daraus nicht doch ein „richtiger“ Film montiert werden könnte. Und: Es gelang!

Regie bei „Fräulein Schmettlering“ führte Kurt Barthel

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