Ausgerechnet ein Film, der das Versagen Europas beschreibt, ist am Samstagabend in Berlin als Bester europäischer Film des Jahres 2021 ausgezeichnet worden: „Quo Vadis, Aida?“ von Jasmila Zbanic. Aus der Sicht einer Übersetzerin, die für das niederländische Kontingent der UN-Schutztruppen arbeitet, erzählt die bosnische Regisseurin und Drehbuchautorin von den Tagen im Juli 1995 vor dem Massaker von Srebrenica. Bosnisch-serbische Truppen unter General Ratko Mladic ermordeten damals 8.000 Menschen, vor allem Männer und Jungen. Väter, Ehemänner, Söhne, drei Generationen. „Ich widme diesen Film den Frauen von Srebrenica“, sagte Jasmila Zbanic. „Und unseren Müttern, die uns gelehrt haben, zu lieben.“

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