Minari ist der Name einer hellgrünen Pflanze mit kleinen, zart wirkenden Blättern, die bevorzugt in der Nähe von Wasser wächst. Eine asiatische Brunnenkresse, mit der in Korea viel gekocht wird. Sie gibt nicht nur diesem wunderbaren, freundlichen, bewegenden, tiefen Film des koreanisch-amerikanischen Lee Isaac Chung den Namen. Die Pflanzen, die hier an einem schattigen Bach in Arkansas wachsen, sind eine Metapher. Aus Asien kommend schlagen sie Wurzeln in fremder Erde, so wie die Familie, die im Mittelpunkt dieses Films steht.

Wir befinden uns in den 1980er-Jahren, und Jacob und Monica Yi (Steven Yeun und Yeri Han) sind mit ihren Kindern Anne (Noel Kate Cho) and David (Alan Kim), an dem man sich nicht sattsehen kann, auf der Suche nach einer Zukunft von Kalifornien nach Arkansas gezogen. In die dust bowl, die man aus John Steinbecks großem Roman kennt. Die Yis nehmen den umgekehrten Weg wie die verarmten Farmer während der Zeit der Großen Depression. Aber auch in ihren Herzen wachsen Früchte des Zorns und der Verzweiflung.

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