Berlin - Noch bis zu Beginn des 21. Jahrhunderts gab es überall in Spanien nach Francisco Franco benannte Straßen und Plätze. Erst 2005 wurden die letzten Skulpturen des Diktators aus dem öffentlichen Raum entfernt. Inzwischen hat sich der Umgang mit dem totalitären Erbe gewandelt. Als auf höchstrichterliche Anordnung hin im Oktober 2019 die sterblichen Überreste Francos von einer pompösen Grabstätte auf einen gewöhnlichen Friedhof überführt wurden, setzte dies nochmals ein vernehmliches Zeichen eines Paradigmenwechsels. Nach wie vor sind jedoch auch die Gegenkräfte stark.

Die Kulturabteilung der Spanischen Botschaft zeigt jetzt in ihrem Online-Programm mehrere Filme, die an die unruhigen Zeiten unmittelbar nach Francos Tod erinnern. Es erweist sich, dass die „Transición“, die Übergangszeit von der Diktatur zur Demokratie, ein langer und komplexer Prozess ist, deren Nachbeben bis heute zu spüren sind. Mehrere Frauen waren maßgeblich an der nun sichtbar werdenden, filmischen Aufarbeitung beteiligt.

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